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Lexikon der medizinischen Fachbegriffe

Bakterien
Lebewesen, die aus einer Zelle bestehen. Bakterien sind einerseits wichtig für eine gute Verdauungsfunktion und schützen die Haut vor Infektionen, andererseits können sie auch Krankheiten (etwa Blasenentzündungen) verursachen.

Beckenboden
Zwischen den Beckenknochen aufgespannte Muskeln, die die Bauchhöhle nach unten verschließen und die Organe des unteren Bauchraums tragen. Durch den Beckenboden treten Enddarm, Harnröhre und Scheide. Der Beckenboden ist sehr wichtig für den Verschluss der Blase. Ist er geschwächt, kann eine Harninkontinenz auftreten.

Biofeedback
Therapie, die dem Patienten Körpervorgänge sichtbar macht. So ist eine Eigenkontrolle über vom Patienten gesteuerte Aktionen (etwa beim Beckenbodentraining) möglich.

Blasenentzündung
Meist durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung, die mit starkem Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen einhergeht.

Blasenkapazität
Füllungsvermögen der Blase Blasenkatheter Dünner Kunststoffschlauch, der durch die Harnröhre in die Blase eingeführt wird. Kann zur einmaligen Entleerung der Blase verwendet werden. Andere leiten für längere Zeit den Harn ab (Dauerkatheter).

Drang-Inkontinenz
Urinabgang bei sehr starkem, nicht beherrschbarem Harndrang.

Intermittierender Selbstkatheterismus
Über das Einführen eines dünnen Kunststoffschlauchs durch die Harnröhre in die Blase, kann diese entleert werden. Wird von Menschen mit Blasenentleerungsstörungen regelmäßig selbstständig durchgeführt. Kontinenz Fähigkeit zur Kontrolle von Wasserlassen und Stuhlgang.

Kontraktion
Zusammenziehen der Muskulatur.

Miktion
Entleerung der Blase.

Miktionsfrequenz
Anzahl der Blasenentleerungen an einem Tag. Eine normale Miktionsfrequenz liegt bei fünf bis sieben täglichen Entleerungen.

Miktionstagebuch/Blasentagebuch
Hier werden alle Blasenentleerungen, gewollte und ungewollte, und auch Trinkgewohnheiten aufgezeichnet, um eine Änderung des Verhaltens zu ermöglichen und die Blase an geeignete Zeiten zum Wasserlassen zu gewöhnen. Beispielhafte Abbildung auf S. 30 im Kapitel „Therapie der Drang-Inkontinenz”.

Obstipation
Verstopfung.

Obstruktion
Behinderung des Abflusses, etwa durch einen Stein oder eine Vergrößerung der Prostata.

Östrogene
Weibliche Geschlechtshormone. Östrogengaben können sich positiv auswirken bei Wechseljahr-Beschwerden und Blasenproblemen. Östrogene bauen unter anderem Schleimhäute der Blase und Harnröhre wieder auf und führen damit zu einem messbaren Druckanstieg in der Harnröhre.

Reflex-Inkontinenz
Form der Inkontinenz, etwa bei Schädigung im Rückenmark oder Gehirn. Die Blase wird unkontrolliert entleert – nur über Reflexe auf Rückenmarksebene gesteuert.

Restharn
Harnmenge, die nach einer Entleerung in der Blase verbleibt. Unvollständige Entleerungen begünstigen die Ansiedlung von Bakterien und damit Blaseninfektionen, die auch zu den Nieren aufsteigen können.

Spasmolytika
Krampflösende Medikamente, die auf die glatte Muskulatur innerer Organe einwirken.

Stress-Inkontinenz
Bei geschwächtem Beckenboden ist der Verschluss der Blase gestört, wenn Druck auf die Blase ausgeübt wird. Es treten Urinverluste auf etwa bei Husten, Niesen und körperlicher Anstrengung.

Suprapubischer Katheter
Kunststoffschlauch, der vom Arzt durch die Bauchdecke in die Blase gelegt wird und den Urin ableitet.

Harnleiter
Die beiden Harnleiter leiten den Harn aus den Nieren in die Blase ab.

Urogenitalsystem
Gesamtheit der Harnwegs- und Geschlechtsorgane. 

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