Was kann passieren, wenn eine Harninkontinenz nicht rechtzeitig oder richtig behandelt wird? Und wie wirkt sich eine ungenügende Hautpflege auf die Schutzfunktionen der Haut aus? Diese Fragen werden Ihnen im nachfolgenden Kapitel beantwortet.
In unserer Gesellschaft wird es als wichtig angesehen, sich selbst ständig „unter Kontrolle zu haben“. Oft führt deswegen die Angst, in der Öffentlichkeit Urin zu verlieren, dazu, dass soziale Kontakte stark eingeschränkt werden.
Ein belastender Zustand mit Folgen für die Gesundheit
Wir möchten Ihnen Mut machen: Bleiben Sie bei gestörter Blasen- funktion nicht allein und suchen Sie so früh wie möglich verständ- nisvolle und kompetente medi- zinische Hilfe.
Eine Inkontinenz zieht wiederkehrende Harnwegsinfekte nach sich, besonders wenn sie mit einer gestörten Blasenentleerung einhergeht: Durch die fehlerhafte Entleerung vermehren sich Bakterien sowie andere Krankheitserreger in der Blase und wandern über die Harnleiter weiter in die Nieren. Gelegentlich kann ein schwerer Nierenschaden folgen.
Außerdem kann die Ursache für die Inkontinenz in einer ernstzunehmenden Erkrankung liegen. Deren Therapie ist für die Erhaltung der Gesundheit und Lebensqualität des Betroffenen sehr wesentlich.
Geschädigte Schutzfunktionen der Haut durch äußere Einflüsse
Über die seelischen Belastungen hinaus kann eine nicht oder falsch behandelte Inkontinenz auch zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen: Hautreizungen, chronische Ekzeme oder sogar offene Druckgeschwüre (Dekubitus) entwickeln sich, wenn Nässe und Harn lange auf die Haut einwirken.
Durch ständigen Kontakt mit Urin und/oder Stuhl wird die Haut gereizt und kann so sich nicht mehr ausreichend gegen Krankheitserreger wehren. Durch das notwendige häufige Waschen wird die Haut zusätzlich belastet und der Säureschutzmantel der Haut kann gestört werden. Verwenden Sie zur Reinigung der Haut seifenfreie Reinigungsprodukte. Diese sind besser als auslaugende Seifen geeignet.
Gerade bei älteren Menschen ist das Risiko für Entzündungen und Infektionen besonders groß, da ihre Haut durch die normalen Alterungsprozesse weniger widerstandsfähig ist: Die Haut produziert weniger Fett und Talg als bei jungen Menschen. Benutzen Sie geeignete Pflegepräparate, so können Sie die Schutzaufgaben der Haut wirkungsvoll unterstützen.
Wenn begleitende Erkrankungen wie Durchblutungsprobleme oder Zuckerkrankheit vorliegen, ist die Abwehrkraft der Haut noch zusätzlich herabgesetzt.
Um Ihre Haut gesund zu erhalten und Entzündungen, Pilzinfektionen oder Druckgeschwüren wirkungsvoll vorzubeugen, sollten Sie deshalb auf sorgfältige Pflege achten:
Verwenden Sie hochsaugfähige Slips und Einlagen, die vor Nässe und nachweisbar vor Entzündungen und Infektionen schützen, da sie Bakterien und Hefen den Nährboden entziehen.
Pflegen und reinigen Sie Ihre Haut regelmäßig mit geeigneten Produkten, die Ihre Haut mit ausreichend pflegenden und rückfettenden Substanzen versorgen. Dies ist besonders wichtig, um eine weitere Reizung der Haut zu verhindern und die Schutzfunktionen der Haut zu erhalten oder wieder aufzubauen. Für diese Anforderungen wurden ideale Reinigungs- und Pflegeprodukte entwickelt.